Sind Kohlenhydrate böse?

Kohlenhydrate

Sind Kohlenhydrate böse?

Die Kohlenhydrate sind in den letzten Jahren sehr in Verruf geraten. Die sogenannten Low-Carb-Diäten zieren das Cover zahlreicher Zeitschriften. Bei dieser Ernährungsform werden nur wenige bis gar keine Kohlenhydrate verzehrt – aus Angst sie könnten dick machen!

 

Was sind eigentlich Kohlenhydrate?

Bei dem Wort Kohlenhydrate denken wir direkt an Nudeln, Kartoffeln und Brot. Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Lebensmittel, die zu den Makronährstoffen der Kohlenhydrate gehören, wie beispielsweise Reis, Hülsenfrüchte, aber auch Obst und Gemüse enthält neben wichtigen Vitaminen und Ballaststoffen einen Anteil an Kohlenhydraten.

Um zu verstehen, was Kohlenhydrate genau sind und ob sie nun böse oder gut sind, müssen wir uns zuerst einmal anschauen, was mit den Kohlenhydraten in unserem Körper passiert.

Jedes Kohlenhydrat, das wir über unsere Nahrung zu uns nehmen, ist am Ende Zucker. Im Mund wird es vorverdaut und gelangt dann über die Speiseröhre in den Magen, wo es nochmals bearbeitet wird und daraufhin durch den Darm marschiert. Unser Darm zerlegt das Kohlenhydrat in seinen kleinsten Bestandteil – die Glukose, auch Einfachzucker genannt. Der Zucker wird schließlich über die Blutbahn in unsere Körperzellen transportiert, die diesen als Energie nutzen können. So weit, so gut. Jetzt ist es allerdings wichtig, zwischen bestimmten Kohlenhydraten zu unterscheiden.

 

Vollkorn vs. Weißmehl

Der Ursprung ist das Vollkorn-Getreide. Im Zeitalter der Industrialisierung wurde aus dem Vollkorn-Getreide ein Weißmehl hergestellt, um es länger haltbar zu machen. Dazu entfernte man dem Vollkorn nicht nur die schnell verderblichen Teile des Korns, sondern auch die meisten wichtigen Nährstoffe und Ballaststoffe.

Essen wir Vollkorngetreide, dann muss es samt seinen Mineralien, Fetten und Ballaststoffen im Darm verdaut werden, bis es vollständig bearbeitet als Zucker in die Blutbahn abgegeben werden kann. Das kann ein Weilchen dauern.

Essen wir ein klassisches Brötchen vom Bäcker, also Weißmehl, hat unser Darm gar nicht mehr so viel zu tun. Denn in dem Brötchen stecken kaum noch Nährstoffe und Ballaststoffe und der Darm kann den Zucker wesentlich schneller ins Blut abgeben.

Dem raschen Blutzuckeranstieg folgt eine hohe Insulinausschüttung – das Insulin hat die Aufgabe den Zucker in die Körperzellen zu transportieren. Je schneller das Insulin allerdings steigt, umso rapider sinkt es auch wieder. Beim Haushaltszucker sinkt der Blutzuckerspiegel sogar tiefer als zuvor. Wie signalisiert uns der Körper diesen extremen Blutzuckerabfall? Ganz klar: Heißhunger! Unser Körper verlangt nach mehr von den ungesunden Kohlenhydraten. Kein Wunder, dass so die Pfunde nicht richtig purzeln wollen.

 

Unser Fazit

Ein Kohlenhydrat in Form von Vollkorn, wie zum Beispiel Vollkornbrot, Vollkornreis oder Vollkornnudeln sind für unsere Gesundheit viel wertvoller als Weißmehlprodukte. In ihnen stecken noch alle wichtigen Nährstoffe, die unser Körper liebend gerne aufnimmt – und zwar ohne, dass wir direkt zunehmen. Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass ein regelmäßiger Verzehr von Vollkornprodukten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ II und einer Gesamt-Sterblichkeitsrate reduziert.

Hier geht’s zu einem Rezept für ein selbstgemachtes Vollkornbrot ganz ohne Zucker oder Zusatzstoffe.



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